Hintergrund des Expertenkreises:
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der zentrale Baustein für die Energiewende in Deutschland, um einerseits dem Klimawandel zu begegnen und andererseits unabhängiger von Energieimporten zu werden.
Hierbei steht eine breite Vielfalt an erneuerbaren Energieträgern zur Verfügung – wie z.B. Solar, Wind oder Biomasse. Ziel einer nachhaltigen und resilienten Energieversorgung muss es sein, durch eine dezentrale Verteilung der Energieerzeugung näher am Verbraucher zu sein, auf regionale Stärken einzugehen und lokale Ressourcen zu nutzen.
Die aktuelle Situation dezentraler Systeme für erneuerbare Energien in Deutschland ist geprägt von einem schleppenden Ausbau, der durch Bürokratie, Netzengpässe und langwierige Genehmigungsverfahren gebremst und unnötig erschwert wird.
Herausforderungen bleiben zudem die Netzstabilität und die notwendigen technischen Innovationen sowie Regulatorien, um die steigende Anzahl dringend notwendiger dezentraler Erzeuger zu integrieren.
Besonders vernachlässigt in der aktuellen Debatte um Erneuerbare Energien ist der hochflexible Einsatz von Biomasse bzw. Biogas. Biomasse nimmt mit über 80 % in der heutigen Versorgung mit Wärme aus Erneuerbaren Energiequellen die Position des Spitzenreiters ein. Besonders hier gilt es, Anlagenbetreibern Verlässlichkeit und Planungssicherheit zu ermöglichen.
Durch die Stärkung regionaler Energieerzeugung und lokaler Speicherkapazitäten können Energieeffizienz und Unabhängigkeit deutlich verbessert werden. Zur Steuerung der komplexen dezentralen Infrastruktur und zur optimierten Integration Erneuerbarer Energien sind intelligente Netze und digitale Technologien unabdingbar.