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AEF feiert 20-jähriges Bestehen mit Bundesminister Alois Rainer

Export stärken, Bürokratie abbauen, Tierhaltung sichern – das AEF setzt weiterhin klare Impulse für die Zukunft der Landwirtschaft

Vechta, 30.04.2026 – Beim Agrar- und Ernährungsforum Nordwest sind zentrale Weichenstellungen für die Zukunft der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Bundesminister Alois Rainer diskutiert worden. Das AEF feierte zudem sein 20-jähriges Bestehen und unterstrich seine Rolle als bedeutende Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit 144 Mitgliedern gilt es als wichtige Denkwerkstatt und Impulsgeber für die Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Deutschlands. Sie bildet das Rückgrat der regionalen Entwicklung und der ländlichen Räume. Im Fokus der Veranstaltung standen die Stärkung der Exportfähigkeit, ein konsequenter Bürokratieabbau sowie gezielte Maßnahmen zur Sicherung der Tierhaltung.

Exportförderung als Chefsache im BMLEH

Sven Guericke, der Vorstandsvorsitzende des AEF machte deutlich, dass Exportförderung höchste Priorität erhalten müsse. Es müsse das erklärte Ziel des BMLEH sein, internationale Märkte – insbesondere in Asien – weiter zu erschließen und bestehende Handelshemmnisse abzubauen. Ein zentrales Problem stelle dabei die derzeit uneinheitliche Auslegung veterinärrechtlicher Vorschriften in den einzelnen Bundesländern dar. Diese erschwere insbesondere die Vermarktung von Frischfleisch aus Restriktionsgebieten erheblich. Zusätzlich forderte Guericke, unter Beteiligung von Wirtschaft und LEH eine Taskforce einzurichten, um konkrete Lösungen zügig umsetzen zu können. „Herr Minister, Sie sind dabei die vermittelnde Instanz zwischen Brüssel, Ländern und der Wirtschaft“, verdeutlichte Guericke.

Tierhaltung braucht Planungssicherheit
Die Tierhaltung stehe weiterhin unter erheblichem Druck, dabei werde insbesondere in der Sauenhaltung dringender Handlungsbedarf gesehen. Um die Sauenhaltung in Deutschland langfristig zu sichern, haben sich befreundete Verbände des AEF zusammengetan und ein „Nationales Sonderprogramm“ auf den Weg gebracht. Positiv aufgenommen wurde die geplante Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Stallumbauten. Ziel sei es, Investitionen zu erleichtern und gleichzeitig hohe Tierwohlstandards zu gewährleisten. Der Minister betonte die Bedeutung von Planungssicherheit und Vertrauen in die Politik, damit der notwendige Transformationsprozess erfolgreich von den Landwirten bewältigt werden könne.

Bürokratieabbau als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Abbau bürokratischer Hürden. Insbesondere EU-Vorgaben verursachen derzeit hohen Aufwand bei gleichzeitig begrenztem Mehrwert. Auch hier unterstrich Rainer, dass sein Haus unter Hochdruck daran arbeite, bestehende Regelungen zu vereinfachen und neue Bürokratie zu vermeiden. Dabei wurden konkrete Fortschritte unter anderem bei der Reduzierung von Berichtspflichten sowie bei Förderprogrammen erzielt. Auch steuerliche Entlastungen und Anpassungen bei der Saisonarbeit wurden hervorgehoben, so der Minister.

AEF übergibt Positionspapier für eine Reform des TAMG
Mit hohen bürokratischen Hürden und nationalen Auflagen, die oberhalb der EU-Gesetzeslage liegen, sehen sich die im AEF vereinten Veterinäre konfrontiert. So seien nach der letzten TAMG-Novelle den Tierärzten und Tierhaltern jährliche Mehrkosten in Höhe von 8,62 Mio. Euro – ohne messbaren Wert für die Tiergesundheit – entstanden. Der jüngst im AEF konstituierte Expertenkreis „Tiergesundheit“ hat dazu Minister Rainer ein Positionspapier mit Impulsen für eine praxisnahe Reform des Tierarzneimittelgesetzes.

Abschließend wurde deutlich: Die Transformation der Landwirtschaft betrachtet das AEF als Chance. Voraussetzung dafür seien verlässliche politische Rahmenbedingungen, mehr Vertrauen in die Betriebe und ein intensiver Dialog zwischen allen Beteiligten, machte Guericke in seinem Schlusswort deutlich.